Conversant unterstützt die Münchner Tafel

Da stand sie vor uns: Lisa, ca. 12 Jahre alt, mit zwei ihrer insgesamt fünf Geschwister. Alle waren ganz nass, weil sie lange auf der anderen Straßenseite im Schneeregen warten mussten, bis ihre Nummer aufgerufen wird. Lisa strahlte, als sie die kleine Palette mit Schoko-Weihnachtsmännern entdeckte und bat um einen. Auf dem Ausweis vom Sozialamt um ihren Hals, den jeder, der zur Münchner Tafel kommt, trägt, konnten wir sehen, dass es sich hier um eine Familie mit sechs Kindern handelt. Natürlich bekamen sie sechs Schoko-Weihnachtsmänner. Sie wurden vorsichtig auf den anderen „Einkäufen“ verstaut, sie strahlten, bedankten sich und zogen mit vollen Tüten ab.

 

Die Münchner Tafel ist ein unabhängiger Verein, der seit 1994 arme Menschen in München unterstützt. Rentner, die mit ihrer Rente nicht annähernd auskommen, Familien mit vielen Kindern, in denen ein Elternteil fehlt und die gerade mal das allernötigste wie Miete, Strom usw. bezahlen können, Flüchtlinge am Existenzminimum, Behinderte, die in keiner Einrichtung leben  – viele bekommen hier ihre einzige warme Mahlzeit in der Woche.

 

Conversant Deutschland hat in einer Auftakt-Veranstaltung in München Anfang Dezember über eine Woche haltbare Lebensmittel, Drogerieartikel und Spielzeug gesammelt. Alle Mitarbeiter haben ihren eigenen Einkauf ein wenig erweitert und ihre Speisekammern durchforstet. Sechs große Körbe wurden bis obenhin gefüllt. Eine kleine freiwillige Gruppe unseres Teams lieferte dann die Spende am Ende der Woche an der Ausgabestelle der Münchner Tafel in der Isartalstraße ab.

 

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Wir waren auch als Helfer willkommen und haben ein paar Stunden mitmachen dürfen, konnten die anderen Freiwilligen sowie die Gäste der Münchner Tafel treffen, Eindrücke sammeln und mit ihnen sprechen.

 

Es war sehr interessant (und bitterkalt …), die vielen Menschen – Helfer wie Bedürftige – kennenzulernen. Alle sehr nett und offen, viele mit spannenden Lebensläufen.  

Mitgenommen haben auch wir dann einiges: Achtung vor der Haltung der Leute, die die Hilfe würdevoll, freundlich und dankbar annehmen. Hochachtung vor den Unterstützern der Tafel, die sich jede Woche bei jedem Wetter von morgens um 7 Uhr an ins Zeug legen. Dankbarkeit, dass es uns so gut geht. Und Mitleid mit den Menschen, die für eine warme Mahlzeit, ein bisschen Brot und ein paar Konserven über eine Stunde anstehen – viele Alte übrigens nach einem langen Arbeitsleben (hier könnte man nun über unsere deutsche Rentenpolitik philosophieren – ist wohl aber nicht der passende Ort …),

 

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Wir von Conversant werden dieses Engagement nun fortsetzen und in 2018 weiter fleißig sammeln –  und mit unseren Mitarbeitern die Waren bei der Münchner Tafel anliefern und bei der Ausgabe helfen. Und dann sehen wir hoffentlich auch Lisa mit ihren Geschwistern wieder. Vielleicht gibt es dann schon eine Palette mit Ostereiern.

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